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Augenheilkunde

Die Augenheilkunde (Augenmedizin, fachsprachl.: Ophthalmologie, Ophthalmiatrie; von gr. ὀφθαλμός ‚Auge‘) ist die Lehre von den Erkrankungen und Funktionsstörungen des Sehorgans, seiner Anhangsorgane, sowie des Sehsinnes und deren medizinischen Behandlung. Sie ist eine der ältesten medizinischen Teildisziplinen. Augenarzt (Synonym: Ophthalmologe, veraltet: Okulist) ist die Berufsbezeichnung des Facharztes, der sich mit der Augenheilkunde beschäftigt.

Die anatomischen Grenzen der Augenheilkunde bilden vorn die Lid- und Gesichtshaut und hinten die Knochen der Augenhöhle. Mit den Untersuchungsmöglichkeiten der Sehbahn und der Sehrinde reichen sie darüber hinaus bis an die Rückseite des Schädels. Es bestehen enge Beziehungen zur Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, zur Dermatologie und zur Neurologie. Wegen der häufigen Beteiligung des Auges an Allgemeinerkrankungen und der Möglichkeit, mikroskopische Untersuchungen an lebendem Gewebe vorzunehmen, werden ophthalmologische Befunde häufig zur Diagnosefindung für die Innere Medizin und die Neurologie (Neuroophthalmologie) herangezogen.

Moderne ophthalmologische Untersuchungsmethoden erfordern eine umfangreiche und kostspielige technische und apparative Ausstattung. Wichtigstes Untersuchungsgerät ist die Spaltlampe, ein mit spezieller Steuer- und Beleuchtungsmechanik versehenes, starkes Stereomikroskop.

Die Augenheilkunde zählt zu den chirurgischen Teildisziplinen, obwohl ihr zahlreiche, wirksame und hochentwickelte Medikamente und Hilfsmittel zur Verfügung stehen.

Mit der Operation der Katarakt (Grauer Star) stellt die Augenheilkunde die am häufigsten durchgeführte und in der Summe kostenträchtigste Operation der Medizin weltweit.

Organisation
Augenärzte sind in Deutschland im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e. V. (BVA), der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) sowie in zahlreichen weiteren Gesellschaften organisiert.

Der Facharzt für Augenheilkunde
Um nach einem absolvierten Medizinstudium in Deutschland als Facharzt für Augenheilkunde tätig zu werden, bedarf es einer fünfjährigen Weiterbildungszeit in Augenheilkunde. Zwei Jahre hiervon dürfen bei einem niedergelassenen Arzt abgeleistet werden. In Österreich absolviert der "Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie" nach dem Medizinstudium eine sechsjährige Facharztausbildung mit einem Jahr "Gegenfächer".

Um zur Facharztprüfung zugelassen zu werden, ist zudem die Erfüllung eines Operationen-Kataloges und der Nachweis selbständig durchgeführter Untersuchungen nötig.

Statistiken
  • Am 1. Januar 2001 waren 7.980 Augenärzte registriert, von denen 5.375 niedergelassen waren. 1.644 übten keine ärztliche Tätigkeit aus.
  • Am 31. Dezember 2004 waren etwa 6.500 Augenärzte registriert

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Augenheilkunde