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Pressemeldung

Vorbildliche Arbeit von Genial - Landesweit erste Zertifizierung eines Ärtzenetzwerkes in Lingen vergeben

In den neuen Geschäftsräumen an der Poststraße 18 in Lingen erhielt das Ärztenetzwerk Genial die Zertifizierung. Von links Claudia Lex (KVN), Hans Joachim Rosch, Wolfgang Hentrich (beide Genial), Mark Barjenbruch (KVN) und Christoph Schwerdt (Genial). Foto: Caroline TheilingLingen. Eine besondere Ehrung hat das Ärzenetzwerk Genial während des Neujahrsempfanges in den neuen Geschäftsräumen an der Poststraße in Lingen erhalten. Es wurde als erstes Ärztenetzwerk in Niedersachsen zertifiziert.

Das Praxisnetz Genial zeichnet sich durch vorbildliche interdisziplinäre Zusammenarbeit der Ärzte und eine optimierte Patientensteuerung im Altkreis Lingen aus“ heißt es in der Urkunde, die der Landesvorsitzende der Kassenärztlichen Niedersachsen Vereinigung, Mark Barjenbruch, an den Vorstandsvorsitzenden von Genial, Wolfgang Hentrich, überreichte.

Die Gesundheitspolitik, so Barjenbruch, sei schon ein besonders Feld. Es gelte die unter anderem die Bereiche der niedergelassenen und stationären Ärzte sowie der Pflege und weiteren Feldern der Therapie zusammenzubringen. Das sei Genial in vorbildlicher Weise gelungen.

Zahlreiche Voraussetzungen

Das bestätigte in einem Gespräch auch Wolfgang Hentrich. Um eine Zertifizierung zu erlangen, seien zahlreiche Voraussetzungen zu erfüllen. Dazu gehörten im strukturellen Bereich Dinge, wie eine bestimme Anzahl von Praxen und Mitgliedern, die aus Haus- und Fachärzten bestehen müssten. Inhaltlichen Vorgaben seien beispielsweise sogenannte Behandlungspfade. Das bedeute, dass verschiedene Krankheitsbilder (wie z. B. Diabetes) in einer bestimmten Art und Weise behandelt werden. Als dritte Säule müsse der Nachweis erbracht werden, dass das Netzwerk mit Partnern außerhalb der Arztpraxen kooperiert. Dazu zählten unter anderem Pflegeeinrichtungen, Krankenkassen und andere Dienstleiter aus dem Gesundheitswesen.

Zuvor hatte der zweite Vorsitzende von Genial, Hans-Joachim Rosch,  zahlreiche Gäste in den neuen Geschäftsräumen begrüßt, darunter Vertreter des Bonifatius-Hospitals Lingen, des Elisabeth-Krankenhauses in Thuine sowie Sigrid Kraujuttis, Sozialdezernentin des Landkreises, und Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone.

Kooperation wichtig

In einem humorigen Vortrag trug Wolfgang Hentrich etwas über die Entstehungsgeschichte und der Arbeit von Genial vor. Darin wurde deutlich, dass das Ziel des Ärztenetzwerkes ist über die Kooperation und im Sinne des Patienten mehr zu erreichen, als jeder einzelne es könnte. Dabei nannte der das Heimarztmodell als Beispiel. Seit Einführung dieses Modells sei die Anzahl der Einweisungen aus den Alten- und Pflegeeinrichtungen in Krankenhäuser um rund ein Drittel zurückgegangen.

Die Glückwünsche des Landkreises Emsland überbrachte Sigrid Kraujuttis, die den Landrat Reinhard Winter entschuldigte, der kurzfritig absagen musste. „Sie können stolz auf diese Auszeichnung sein,“ so die Sozialdezernentin. Wieder einmal liege das Netzwerk landesweit an der Spitze. Sie verwies auf die Projekte „Genial Lotse“ und das „Wundmanagement“, die erst im Dezember mit jeweils 100 000 Euro durch das Land gefördert wurden.

Hilfe bei den Flüchtlingen

Auch Oberbürgermeister Krone beglückwünschte Genial zu dieser Auszeichnung. Er nahm die Feierstunde zum Anlass, den Mitgliedern zu danken, die sich mit großem ehrenamtlichen Engagement um die Erstuntersuchung der Flüchtlinge gekümmert haben. Nach seiner Auffassung sei die medizinische Versorgung ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste, Standortfaktor für eine Region.

Erschienen am 23.01.2016 in der Lingener Tagespost
Quelle: http://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/661482/viel-lob-fur-arztenetzwerk-genial-in-lingen



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