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Pressemeldung

Besuch des NRW-Ministers Karl-Josef Laumann im Bonifatius Hospital – „Genial“ für Vernetzung und Stärkung des ländlichen Raums

In einem Gespräch mit „Genial“-Geschäftsführer Christoph Schwerdt und dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Hentrich konnte Fühner sich ein Bild von der Arbeit des Ärzte-Netzwerks im südlichen Emsland machen. Dieses bietet mit Projekten wie dem „genial-Lotsen“ oder der „genial-Heimärztin“ Konzepte an, um Patienten eine Orientierungshilfe bei der Facharztsuche zu geben und ärztliche Versorgung zu vereinfachen und zu vernetzen.

Als problematisch stufte Hentrich den Ärztemangel im ländlichen Raum ein. Um diesem entgegenzutreten sei eine Erhöhung der Studienplätze dringend notwendig. Auch müsse das Bild eines niedergelassenen Mediziners verändert werden. Die Attraktivität des Landarztberufes sei aber nicht über Geld zu steigern, viel wichtiger seien eine gute örtliche Infrastruktur. Eine Landarzt-Quote lehnte Hentrich demgegenüber aus mehreren Gründen ab: Zum einen sei ein junger Mensch, der das Studium beginnt, nicht im Stande bereits abzuschätzen, wo er nach dem Studium stehen wird, zum anderen würde sich im Grunde nur ein „Mitnahmeeffekt“ durch Studierende einstellen, die von Anfang an Landarzt werden wollten.

Eine Chance sehen Hentrich und Schwerdt zudem in Medizinischen Versorgungszentren, die durch qualifizierte Ärztenetzwerke organisiert sind. So würden junge Ärzte auf die Freiberuflichkeit vorbereitet und verwaiste Landarztpraxen weitergeführt werden. Dieses Konzept käme auch der Ausgewogenheit von Arbeits- und Privatleben, die gerade für junge Ärzte einen immer höheren Stellenwert einnimmt, entgegen.



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