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Pressemeldung

Lingener Ärztenetzwerk besteht seit zehn Jahren

Lingen Weiterhin ein geniales Gelingen hat Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone dem „Genial Gesundheitsnetz im Altkreis Lingen“ gewünscht. In seinem Grußwort zur Eröffnung eines Patientenforums anlässlich des zehnjährigen Bestehens des regionalen Ärztezusammenschlusses hat Krone die Leistungen gewürdigt.

Das Lingener Ärztenetzwerk Genial besteht seit zehn Jahren. Ehrengäste gratulierten Verantwortlichen und Mitarbeitern des Netzwerkes auf einem großen Patientenforum im IT-Zentrum. Foto: Heinz Krüssel„In Niedersachsen gibt es lediglich zwei Netzwerke in dieser Form, die zertifiziert sind und funktionieren,“ betonte der Aufsichtsratsvorsitzende des Netzwerks, Dr. Sebastian Bork, zum Auftakt der Veranstaltung im IT-Zentrum in Lingen. Die positive Entwicklung sei letztlich den Initiatoren und Antreibern, allen voran dem Vorsitzenden Wolfgang Hentrich zu verdanken.

Mit 13 Ärzten hat es angefangen

„Alles hat mit einer kleinen Gruppe ‚Die wilden 13‘ angefangen“, ließ Hentrich die Genial-Entwicklung Revue passieren. Man habe sich seinerzeit Gedanken gemacht, wie man ein Gesundheitsnetzwerk erfolgreich aufbauen und etablieren könne. Neben den inzwischen 70 Kolleginnen und Kollegen seien insbesondere auch die medizinischen Fachangestellten in den Praxen am Erfolg beteiligt. „Sie müssen das umsetzen, was wir ersonnen haben.“ Dank galt zudem den Mitarbeitern in der Geschäftsstelle, den vielen Partnern in Vereinen, Verbänden, Behörden, Krankenhäusern, Institutionen und Einrichtungen, mit denen man kooperativ zusammenarbeite. Dazu zähle laut Hentrich auch die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen.

Heute 31 Praxen und 70 Ärzte

„Die Begründer dieses genossenschaftlichen Zusammenschlusses haben die Herausforderungen der Zeit angenommen. Es ist etwas Beispielhaftes auf die Beine gestellt worden,“ würdigte Dr. Jörg Berling vom Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen die Arbeit. Immerhin seien inzwischen 70 Ärzte aus 31 Praxen daran beteiligt. Besonders wies Berling auf das Projekt „Heimärztin“ hin, dass die Qualität der hausärztlichen Versorgung deutlich verbessere. Als Leuchtturmprojekt bezeichnete er die „Digitale Vernetzung“. Damit werde sichergestellt, dass die notwendigen Behandlungsdaten direkt, schnell, vollständig, gut lesbar und vor allen Dingen sicher auf elektronischem Weg an die mit behandelnden Ärzte weitergeleitet werden. Vorbildcharakter habe zudem das medizinisch sinnvoll strukturierte Terminservicesystem. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die erfolgreiche geleistete Arbeit in Lingen auch auf andere Regionen übertragen werden kann“, erklärte Berling.
Fester Händedruck

„Optimierte Arbeitsbedingungen“

Auf die gestalterische Kraft des Genial-Netzwerkes ging Sigrid Kraujuttis, Sozialdezernentin des Landkreises Emsland, ein. Dabei stehe immer die Verbesserung der medizinischen Versorgung der Bürger im Mittelpunkt. Auch würden die Arbeitsbedingungen in den Praxen optimiert, wovon letztlich wieder die Patienten profitieren: „Was hier in zehn Jahren aufgebaut worden ist, das ist nicht selbstverständlich.“ Oftmals hätten Ärzte viel Energie aufgewendet, um sich gegeneinander abzugrenzen: „Diese Zeiten sind vorbei. Das liegt auch daran, dass die neue Ärztegeneration auch ihre Ansprüche auf Freizeit und Familienleben umsetzen möchte.“


Quelle: https://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/1249546/lingener-aerztenetzwerk-besteht-seit-zehn-jahren
Erschienen am 03. Juni 2018 in der Lingener Tagespost (Autor: Heinz Krüssel)



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